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Stadt sollte neue Kita behalten
Zum Antrag der SPD-Fraktion "Kindertagesstätten in öffentlicher Trägerschaft", der am 27.06.2007 in die SVV eingebracht wird, erklärt der Stadtverordnete Matthias Osterburg:
Die Stadt sollte mindestens eine Kindertagesstätte in öffentlicher Trägerschaft behalten.
Es ergeben sich unmittelbare Vorteile, wenn die Stadt selbst eine Kindertagesstätte unterhält. Dafür eignet sich die in der Innenstadt neu zu bauende Kita. Ich werde daher den SPD-Antrag unterstützen.
Belange freier Träger werden durch die städtische Führung der neuzubauenden Kita nicht unbillig tangiert. Die freien Träger haben sich auf die städtische Innenstadt-Kita "Gertrud Piter" eingerichtet, die perspektivisch aber geschlossen wird.
Die unmittebaren Vorteile für die Stadt: Eine städtische Kita benötigt eine städtische Gebührensatzung für die Elternanteile. Die Stadt kann sozial verträgliche Elternanteile glaubwürdig vorleben, statt nur Gebührenempfehlungen abzugeben. Ein 100%iger Fachkräfteeinsatz in einer städtischen Kita würde Vorbildwirkung für die freien Träger entfalten.
Personal könnte flexibel z.B. bei der Sprecherziehung eingesetzt werden oder vorbildhafte Weiterbildungsmaßnahmen belegen.
Die Stadt wäre in der Lage Probleme (kurzzeitige Unterbringung ganz kleiner Säuglinge z.B. in Praktikumszeiten von Studenten) unmittelbar zu lösen. Eine verzögernde Suche nach einem aufnahmebereiten Träger entfiele.
Nicht zuletzt könnte es einen sozial verträglichen, fließenden Übergang von den derzeit städtisch beschäftigten Kitaerzieherinnen zu jüngerem Personal geben, wenn die derzeit Beschäftigten mittelfristig in den Ruhestand gehen.
Fazit: Freie Träger stellen das Rückgrat der Betreuung. Um Koordination und Steuerung glaubwürdig ausüben zu können, sollte die Stadt allerdings Praxis in der Kitabetreuung haben. Das macht sie zu einem kompetenten Partner der freien Träger.
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