Stolpersteinverlungung für NS-Opfer Lilli Friesicke und ihrer beiden Kinder
Am 10. November 2023 wurden vor dem Wohnhaus am Katharinenkirchplatz in Brandenburg an der Havel drei Stolpersteine für die jüdische Frauenärztin Lilli Friesicke und ihre Kinder Marlene und Heinz verlegt.
Am 9. November 1938 brachte man die Frauenärztin Lilli Friesicke ins Polizeigefängnis am Neustädtischen Rathaus. Einen Tag später wurde sie umgebracht. Aus diesem Grund wählte man den 10. November für das Gedenken und die Stolversteinverlegung.
Zum Gedenken sprachen die Beigeordnete Alexandra Adel und der Redakteur Heiko Hesse.
Er erzählte, wie er sich mit der Geschichte der Familie Friesicke auseinandergesetzt hat und viel Neues erfuhr, was noch gar nicht bekannt war. Die musikalische Begleitung der Verlegung der Stolpersteine übernahm Sebastian Pietsch.
Das Besondere an diesem Tag war, dass auch zwei Urenkelinnen von Lilli Friesicke und Enkelinnen von Marlene Friesicke ( Linde und Hanna Sevenhuijsen) nach Brandenburg kamen, um bei der Verlegung der Steine dabei zu sein.
Beide waren in Begleitung von einem Freund der Familie. Bei dem Gedenken und Stolpersteinverlgung waren auch eine Vielzahl von Brandenburger*innen anwesend.
Ich fand dieses Gedenken sehr ergreifend und auch nachdenklich. Denn es ist erschütternd, wieviel man immer wieder über die Greueltaten der NS-Regierung erfährt.
Deshalb ist es umso wichtiger, dass man weiterhin und immer wieder an an die Verbrechen der NS-Regierung erinnern muss.
Nie wieder ist jetzt!
Sylvia Czichy
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